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Knapp an der DFB-Pokal-Auslosung für Runde 2 vorbei

 

Wer vor der Auslosung zur 1. DFB-Pokalrunde prognostiziert hätte, dass unser Weimarer FFC bis in die Nachspielzeit die Chance auf eine Verlängerung hätte, den hätte man getrost für übergeschnappt halten können. Als uns mit dem FSV Babelsberg 74 der zweite Viertligist des Lostopfs zugelost worden ist, keimte aber so etwas wie ein kleiner Hoffnungsfunke auf, vielleicht doch nur mehr als nur ein achtbares Resultat zu erzielen.

 

Mit dieser kleinen Hoffnung und der mehrwöchigen gezielten Vorbereitung durch Martin Wagner im Gepäck reiste ein kleiner Tross gestern per Bus nach Potsdam, übernachtete dort im tollen Kongresshotel am Templiner See, um möglichst ausgeruht und unaufgeregt am heutigen Tag in Richtung Sportplatz an der Breitscheid-Str. einzutreffen.

 

Selten bis nie gab es eine solche Situation im DFB-Pokal der Frauen, was bei den Männern per se ausgeschlossen ist: dieses Aufeinandertreffen zweier Verbands- bzw. Landesligisten.

 

Im Kader unserer Kulturstädterinnen standen 17 junge Frauen, die allesamt auf ihren Einsatz brannten, darunter mit Gretje Weissmann, deren sportlichen Rückkehr erst am Freitag 80 Minuten vor Meldeschluss in trockenen Tüchern war. Mit folgendem Personal sollte es losgehen: Alina Bothe - Bella Keil, Anne Wille, Maria Weinert, Laura Platzsdasch, Jolle David - Anna Mursch, Manja Seeger, Henne Böber, Gretje Weissmann - Sandra Simon.

 

Bei besten äusseren Bedingungen ertönte der erste Pfiff des rein weiblichen Schiedsrichtergespanns um 14:03 Uhr. Vorweg: alle Aktiven machten es dem Gespann nicht allzu schwer. Die Partie war von einem hohen Mass an Fairness geprägt!

 

Babelsberg versuchte vom Anstoss weg die defensive Grundordnung des letztmalig von Thomas Müller aufgestellten Teams zu knacken, blieb aber dabei mit Ausnahme eines Kopfballs und nach einem Eckstoss und eines Schusses aus dem Halbfeld, den Alina Bothe bravourös entschärfte harmlos. Nachdem unser Team, das nach dem Chemnitzer DFB-Pokal-Modell gegen den FC Bayern aus einem 5-4-1 im Angriff auf ein 3-4-3 versuchte schneller Konter über die Aussen zu entfalten, nach 15 Minuten die Anfangsnervosität abgestreift hatte, wurde die Seeger, Weissmann, Böber, Mursch und Simon, die vordersten 5 peu a peu ein wenig mutiger und näherten sich der Entwicklung einer Torchance an. Obwohl der finale Pass noch nicht kam, spürte man ausserhalb des Feldes, dass ein Tor nicht im Bereich des Unmöglichen lag. Besonders Sandra Simon merkte man den unbedingten Willen an, alles für den DFB-Lostopf in die Waagschale zu werden. Torgefahr kam allerdings nur bei den Ecken auf. Die letzte der fünf in Durchgang eins brachte dann die grosse Chance auf die Führung. Praktisch mit dem Halbzeitpfiff landete eine Manja Seeger-Ecke nach einer zu kurzen Abwehr vor den Füssen von Henne Böber. Diese zog ab, traf aber den Ball nicht voll, sodass die Babelsberger Torhüterin den Einschlag im langen Eck gerade noch verhindern konnte. Schade, es sollte unsere erste und einzige echte Tormöglichkeit bleiben. Das 1:0 mit dem Pausenpfiff wäre vielleicht in diesem an Höhepunkten armen Partie das goldene Tor geblieben...

 

In Durchgang zwei gelang es Babelsberg immer eher unseren Spielaufbau bzw. die Anspiele auf die Offensivreihe zu unterbinden. Dennoch erspielte sich der Regionalliga-Absteiger aufgrund der guten Defensivstaffelung kaum Torabschlüsse. Es musste also bezeichnernderweise ein Standard sein, der die Spielentscheidung bringen sollte: In der 68. Minute köpfte der Gastgeber in persona Lisa Karszewskis aus Nahdistanz ins rechte obere Eck und bog somit auf die Siegerstrasse ein.

 

Alle taktischen Massnahmen in der Folge: System-Umstellung auf 4-4-2 inkl. Einwechslung von frischem Personal (Vreni Urbach für Anne Wille, später Clara Hoffmann für Jolle David und kurz vor Ultimo Franzi Burghardt für Henne Böber) brachten nicht mehr das für die Verlängerung notwendige Ausgleichstor. Lediglich ein Steilpass von Sandra Simon auf Anna Mursch, den letztere eine Fussspitze nach der Babelsberger Torhüterin erreichte, liess noch einmal Hoffnung aufkeimen.

 

Als dann in der zweiten Nachspielminute alle Spielerinnen aufgerückt waren, erzielten die Randpotsdamerinnen noch den zweiten Treffer, nach welchem die Schiedsrichterin gar nicht mehr anpfiff. Natürlich waren alle Weimarerinnen geknickt und traurig, aber es sollte der Stolz überwiegen! Mein Dankeschön gilt all den mitgereisten Anhängern und Freunden, die uns bis zur letzten Szene toll unterstützt haben und v. a. möchte ich ein grosses Lob an die Spielerinnen richten, die heute nur wenig bzw. gar nicht zum Einsatz gekommen sind, die sich aber allesamt einwandfrei verhalten haben und das Team voll unterstützt haben: Franzi Burghardt (nur wenige Einsatzminuten), Katja Fiebig, Lisa Behland und Kristin Meisgeier (alle ohne Einsatzzeit). Ich weiss, dass es nicht leicht fällt, solche für einen unschönen Entscheidungen der sportlichen Leitung zu verstehen und zu akzeptieren. Aber diese Entscheidungen sind NIE Entscheidungen gegen den einzelnen sondern FÜR das Team. Ich wünsche mir, dass sich Martin Wagner als neuer Mann am Ruder bei der Kaderzusammenstellung für den nächstwöchigen Saisonauftakt in der Verbandsliga an den heutigen Tag erinnern und Euch die heute entgangene Spielzeit geben wird!

 

Unser Glückwunsch gilt dem FSV Babelsberg 74 e.V. Frauen! Wir wünschen Euch ein attraktives Los in Runde 2!

Für mich heisst es jetzt endgültig die Geschicke auf dem Platz loslassen, eine Entscheidung, die weh tut, v. a. mir...

In angemessener Form werde ich mich noch einmal mit dem Mannschaftsrat und Martin unterhalten um einige Dinge aufzuarbeiten, vorzubereiten und zu planen.

 

Thomas "Müllex" Müller

Frauenmannschaft

Mittwoch: 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr (Kunstrasen Lindenberg)
Freitag: 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr (THIS Turnhalle Weimar)

 

Bambini

Freitag: 17:00 Uhr bis 17:45 Uhr (THIS Turnhalle Weimar)

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